Brutalismus
Brutalismus ist ein Baustil der Moderne (1960 bis frühe 1980er Jahre). Die Bezeichnung ist abgeleitet vom französischen béton brut („roher Beton“, Sichtbeton), mit dem Le Corbusier sichtbar belassenen Beton beschrieb.
Weitere Kennzeichen sind die Betonung der Konstruktion, simple geometrische Formen, grobe Ausarbeitung, die Gliederung der Gebäude sowie die Sichtbarkeit der technischen Infrastruktur wie etwa Belüftungsrohre.
Der Brutalismus wird heute meist negativ rezipiert, er ist jedoch eine architekturhistorisch wichtige Phase – und er bietet interessante fotografische Motive.
Bitter-süß
Der US-Fotograf Minor White (1908-1976) entwickelte eine Form der Fotografie, bei der die Bilder vom reinen Dokument zum Symbolträger werden. Sie drücken innere Zustände wie Emotionen und Assoziationen aus oder stehen für universelle Ideen. White sprach von Equivalents – visuelle Metaphern. Dabei löste er seine Motive aus dem Kontext, und das Objekt wurde so zum Stellvertreter. White ordnete seine Fotos zu Sequenzen, deren Abfolge keiner formalen Dramaturgie folgt. Es ging ihm nicht (nur) darum, dass der Betrachter die Emotionen des Fotografen erkennt, sondern vor allem seine eigenen Reaktionen.
Die Fotos in diesem Abschnitt stehen in Whites Tradition.













































































































































